DER SPRINGERPOOL
modernes Personalmanagement
Der Springerpool
The "Perfect Match"
Um der Überlastung in den Allgemein- und Intensivpflegebereichen sowie dem erhöhten Druck auf einzelne Mitarbeitende entgegenzuwirken, wurde im Jahr 2010 am Universitätsklinikum Heidelberg ein sogenannter „Springerpool“ ins Leben gerufen. Dieser Pool soll kurzfristig für Entlastung bei Personalengpässen sorgen und abwesende oder ausgefallene Mitarbeitende durch die „Springer“ ersetzen. Das Ziel besteht darin, die Betreuung in den Einrichtungen des UKHD in der gewohnten Qualität auch bei urlaubs- und krankheitsbedingtem Personalausfall sicherzustellen. Grundsätzlich bietet das Konzept des „Springerpools“ eine Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen in der Pflege aktiv zu verbessern und die Attraktivität des Berufs zu erhöhen. Insbesondere die Flexibilität und der gezielte Einsatz von Mitarbeitenden können dazu beitragen, die Zufriedenheit zu steigern und die Fluktuation zu verringern. Für viele Beschäftigte stellt die Tätigkeit im Springerpool das „Perfect Match“ dar, um Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen. Die Thematik der Work-Life-Balance hat für jede Person je nach Lebensphase und -situation unterschiedliche Schwerpunkte, auch abhängig von der individuellen Auffassung vom Lebenssinn und persönlichem Glück. Ein großer Teil der Erwerbstätigen möchte Zeit mit ihren Kindern verbringen oder sieht es als ihre Aufgabe an, pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Für andere steht hingegen der Ausgleich zum Beruf durch Freizeitaktivitäten und Sport im Vordergrund.
Seit Anfang 2023 gilt ein sogenannter Entlastungstarifvertrag (TV-E), der genau festlegt, wie viele Patienten eine Pflegekraft betreuen darf. Mit der Einführung dieses Vertrags ist der Springerpool nicht mehr freiwillig, sondern ein tarifrechtlicher Bestandteil des Ausfallmanagements des Universitätsklinikums geworden. Wenn die tariflich festgelegte Obergrenze zu betreuuender Personen überschritten wird, werden Punkte vergeben. Die Pflegekräfte können diese Punkte sammeln und in Entlastungstage umwandeln. Dieses System erfordert viel Geschick, denn wenn eine Kraft ausfällt, erhöht sich sofort das Arbeitspensum der anderen, die ebenfalls wieder Ausgleichspunkte sammeln und dann möglicherweise ausfallen können. Es ist also zu erwarten, dass die Pflegekräfte zahlreiche Ausgleichspunkte ansammeln, mit dem Recht, diese irgendwann einzulösen.
„Springer“ sind die optimale Lösung, um diese Engpässe zu entschärfen. Sie können flexibel eingesetzt werden, springen kurzfristig ein und entlasten das Stammpersonal. Mit ihrer Unterstützung könnten die Personalgrenzen eingehalten werden. Zudem haben die Springer den Vorteil, verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen und somit einen Weg in Richtung ihres Traumberufs zu finden.
Hier können Sie mehr über den Springerpool am UKHD erfahren!