Onboarding
Ihr Start in unseren Pflegeteams
Für alle neuen Pflegekräfte am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin finden gezielte Einarbeitungen statt. Je nach Station und Fachbereich gibt es individuelle Einarbeitungskonzepte, die einen Orientierungsrahmen für die Einarbeitungsphase bilden. Entsprechend der beruflichen Vorerfahrung und bereits vorhandenen Kompetenzen wird die Einarbeitung nach Bedarf individuell angepasst. Für die Einarbeitungsphase werden in den pflegerischen Teams erfahrene Mitarbeitende als Mentoren festgelegt, sodass eine möglichst konstante Begleitung in der Anfangszeit realisiert werden kann. Die Einarbeitung wird in vielen Bereichen auch durch unsere Praxisanleitenden unterstützt. Regelmäßige Reflexionsgespräche mit den Stationsleitungen begleiten zusätzlich die Einarbeitungsphase. Vier bis sechs Wochen nach Arbeitsbeginn findet zudem ein Feedbackgespräch mit der Pflegedienstleitung statt, in dem ein gemeinsamer Rückblick auf die ersten Arbeitswochen im Fokus steht.
Für die Einarbeitung von Berufseinsteiger*innen am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin wurde im Frühjahr 2024 das „Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie“ ins Leben gerufen und ist seitdem fester Bestandteil während der Einarbeitungszeit. In mittlerweile zehn Modulen wird in einem Zeitraum von rund sechs Monaten pflegespezifisches pädiatrisches Wissen vertieft und durch praktische Workshops gefestigt.
Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie
Zielsetzung und Herausforderungen
Das Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie (HOP) nimmt eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung einer hochwertigen pflegerischen Versorgung für Kinder aller Altersstufen ein. Es unterstützt neue Mitarbeitende dabei, sich in ihrem Beruf zu orientieren und die Sicherheit im Arbeitsalltag zu stärken. Das Ziel des HOP besteht darin, einen begleitenden Berufseinstieg zu ermöglichen, Kompetenzen und pädiatrisches Fachwissen gezielt zu erweitern und zu vertiefen, um damit auf die Komplexität kranker Kinder und deren Eltern vorbereitet zu sein. Die fachbereichsspezifische Einarbeitung auf den jeweiligen Stationen soll durch das HOP ergänzt und begleitet werden. Im Januar 2020 wurde das generalistische Berufsprofil eingeführt, welches die bisherigen Pflegeberufe ablöst. Die Veränderungen in Theorie und Praxis gehen mit neuen Herausforderungen einher, welche zur Initiierung des Projekts geführt haben.
Inhalte
Die mittlerweile zehn Module, die sich spezifisch mit der Pädiatrie befassen, berücksichtigen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Mittelpunkt stehen dabei die fachübergreifende Wissensvermittlung in den Bereichen Gesundheit und Krankheit, Teamwork und spezifische Prozessoptimierung. Darüber hinaus wird die Autonomie gefördert, wodurch die Mitarbeitenden bestärkt und unterstützt werden, sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit weiterzuentwickeln.
Entwicklung und aktuelle Umsetzung
Das HOP findet zweimal im Jahr statt und erstreckt sich jeweils über einen Zeitraum von sechs Monaten. Im Zeitverlauf wurde die Anzahl der aufeinander aufbauenden Module zunehmend erhöht, was unter anderem durch verschiedene Befragungen evaluiert wurde. Um ein praxisnahes HOP mit interprofessioneller Beteiligung zu gewährleisten, werden die Module von verschiedenen Experten aus den Bereichen Pflege, Medizin und Therapie gestaltet.

Vorteile und Ausblick
Das HOP ist für Berufseinsteiger*innen fester Bestandteil der Einarbeitung am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Die Fortbildungstage werden zusätzlich zur stationsspezifischen Einarbeitung geplant, um eine ganzheitliche Einarbeitung sicherzustellen. Dabei werden sowohl die professionelle pädiatrische Versorgung gefördert als auch die Kompetenzen der Teilnehmenden durch gezielten Theorie- und Praxistransfer, verbunden mit wiederkehrenden Reflexionseinheiten, erweitert. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt auf der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit sowie auf der Identifikation mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Das HOP trägt zur Aufrechterhaltung der hohen Versorgungsqualität am UKHD, zur Motivationssteigerung der Mitarbeitenden und zur Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Im Sinne des Magnet-Gedankens soll das HOP zudem die Arbeitgeberattraktivität erhöhen und weitere engagierte Fachkräfte anziehen.
Auszeichnungen und Publikationen
Das Projekt Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie hat beim 6. Heidelberger Pflegepreis 2024 den zweiten Platz belegt.
Mit diesem Preis werden innovative Projekte im Pflegedienst am UKHD ausgezeichnet.
„Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie“ in Kinderkrankenschwester
Schork, A., Euler, J. u. Röhlig, N. (2025). Heidelberger Onboarding in der Pädiatrie. Kinderkrankenschwester, 44(4), 99-103.

Aileen Schork, Cand. B.A.
Pflegepädagogik

Nicole Röhlig
Hauptamtliche Praxisanleiterin

Julia Euler
Stellv. Pflegedienstleitung der Kinderklinik