Universitätsklinikum Heidelberg
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Universitätsklinikum Heidelberg Pflege

Innovationsräume
am UKHD

Die Innovationsräume

Entwicklung neuer Ansätze und Methoden der PFLEGE

Ein Innovationsraum ist eine interprofessionelle Arbeitsumgebung, die darauf abzielt, neue Ansätze und Methoden zur Verbesserung der Patient*innenversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Das übergeordnete Ziel hierbei ist es, die pflegerische, ärztliche und therapeutische Versorgungspraxis so innovativ zu gestalten, dass die Zufriedenheit der Patienten*innen- und Mitarbeiter*innen maximal gesteigert werden kann. 

In diesem Innovationsraum ist es gewünscht, dass alle Mitarbeitenden der Stationen nach dem Prinzip des Lean Managements (Gottschalk, 2022 / Gottschalk, 2018) ihren Arbeitsalltag stetig reflektieren, Probleme und Herausforderungen eruieren und diese lösungsorientiert im interprofessionellen Team bearbeiten.

Entstehung des ersten Innovationsraumes

Arbeitsgruppe “Neue Pflege”

Engagierte Pflegekräfte gründeten im September 2019 die Arbeitsgruppe “Neue Pflege”. Ziel war es, gemeinsam Lösungsansätze für bestehende Herausforderungen wie beispielsweise die Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes zu entwickeln. 
Angestoßen durch eine Gruppe junger Pflegekräfte (David Eichstädter, Robin Krüger und Jan-Hendrik Träger), und unter der Federführung der Pflegedirektion, der Pflegedienstleitung Christine Faschingbauer und dem ärztlichen Direktor der Klinik für Neurologie und Zentrumssprecher der Kopfklinik Prof. Dr. med. Wolfgang Wick entstand im November 2020 der Innovationsraum Pflege in der Kopfklinik des Universitätsklinikums Heidelberg. 
Dieser bietet seither einen geschützten Rahmen zur Entwicklung und Erprobung neuer Pflege-Konzepte, um die Qualität der Patienten*innenversorgung zu verbessern.


Vorstellung der Innovationsräume am UKHD

Innovationsraum Neurologie 6

Auf der Neurologie 6, dem ersten Innovationsraum können bis zu 16 Patienten*innen mit neurodegenerativen Erkrankungen diagnostiziert und therapiert werden. 
Auf dieser Station arbeiten aktuell 19 Pflegende. Die Neurologie 6 war vormals eine IMC-Station, die umgezogen war und somit standen die Räumlichkeiten zur Neu- und Umstrukturierung zur Verfügung. 
Außerdem war die Neurodegeneration ein neues Fachgebiet der Kopfklinik, wobei sich das pflegerische und ärztliche Team erst zusammenfinden musste.

 

Innovationsraum Radioonkologie

Im April 2023 eröffnete in der Kopfklinik ein weiterer Innovationsraum auf drei Stationen der Radioonkologie. In diesem arbeiten insgesamt 42 Pflegende und versorgen bis zu 62 onkologische Patient*innen, die eine Radiotherapie oder Radio-Chemotherapie erhalten. 
Im Gegensatz zum Innovationsraum auf der Neurologie 6 wurde der Innovationsraum der Radioonkologie in den laufenden Betrieb und mit etabliertem Team integriert. 

 

Innovationsraum Schlaganfall-Wachstation

Im Juli 2023 wurde ein weiterer Innovationsraum auf einer Schlaganfallwachstation der Kopfklinik etabliert. 

Die Besonderheit hierbei ist, dass es sich um eine IMC-Station mit bis zu 20 Patient*innen in der Akutphase eines Schlaganfalls handelt. 
Auf dieser Station arbeiten bis zu 46 Pflegende. Ebenso wie in der Radioonkologie wurde auf dieser Station das Konzept auf einer schon bestehenden Station und in ein bestehendes Team integriert.

 

Innovationsraum Station NCT

Auf der Station NCT im Zentrum für Innere Medizin wurde 2023 aufgrund der guten Erfahrungen und Ergebnisse aus der Kopfklinik beschlossen, einen pflegegeleiteten Innovationsraum zu pilotieren. Die guten Ergebnisse aus der Kopfklinik hatten die Station NCT neugierig gemacht und zur Entscheidung bewogen, ebenfalls einen solchen Raum zu eröffnen. Dieser wurde 2024 eröffnet. Inhalte und Teilkonzepte des Innovationsraums wurden getestet und im Anschluss ebenfalls von anderen Stationen des Zentrums adaptiert. Das Projekt wurde durch „Spenden gegen Krebs“ mit Drittmitteln unterstützt.

 

Innovationsraum Intensiv / IMC / AWR

Im Frühjahr 2024 wurde im Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie der „Innovationsraum Intensiv / IMC / AWR" eröffnet. Die Besonderheit dieses Innovationsraums ist, dass ein Team aus circa 50 Pflegenden eine Einheit bildet, die in räumlich aneinandergrenzendem Setting Überwachungs-, Intensiv- und Postoperative Patient*innen versorgt. Die Patient*innen bleiben teilweise nur wenige Stunden bis zu einigen Monaten, da in diesem Innovationsraum unter anderem die Erstbehandlung akut querschnittgelähmter Patient*innen stattfindet. 
Überdies umfasst das Altersspektrum der Patient*innen das Säuglingsalter bis hin zu hochbetagten, geriatrischen Patient*innen. Eine weitere Besonderheit stellte der Implementierungsprozess des Innovationsraums dar. Dadurch, dass auf der Station bereits in der Vergangenheit Strukturen des Innovationsraumskonzeptes fest etabliert waren, konnte eine schnelle Einführung realisiert werden.

 

Innovationsraum-Erweiterung im Zentrum Kopfklinik

Im September 2024 etablierten drei weitere Stationen der Neurologie in der Kopfklinik einen Innovationsraum. Dort werden bis zu 54 allgemein neurologische und onkologisch-neurologische Patient* innen versorgt. 

Auf dieser Station arbeiten 40 Pflegende.

 

Silvia Gröger
Versorgungsforschung, M.Sc | Kopfklinik
 

Christina Stang
Versorgungsforschung, M.Sc | Kopfklinik
 

Kontakt

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